KirchenĂĽbertritt

Ich will die Konfession wechseln

Möglicherweise haben Sie schlechte Erfahrungen gemacht, die Sie zu einem Übertritt bewegen. Doch die Konfession zu wechseln, sollte gut überlegt sein, denn die eigene Konfession hat Sie geprägt, und die Kirchen unterscheiden sich in Ihren Glaubensansichten und ihren Ritualen.

Der protestantische Glaube ist vor allem von vier Prinzipien geprägt:

  1. Von der Vorrangstellung der Gnade – das heisst, dass wir ganz und gar auf Gott angewiesen sind und allein vor ihm stehen. Wir Menschen können unser Heil weder selbst erwirken noch von der Kirche vermittelt bekommen.
  2. Von der Vorrangstellung des Glaubens – das heisst, dass allein der Glaube unsere Beziehung zu Gott ausmacht; nicht unsere guten Taten oder unsere sozialen Verdienste.
  3. Von der Vorrangstellung der Bibel – das heisst, dass es keine verbindliche Glaubenstradition der Kirche gibt, sondern die Kirche allgemein und jeder Gläubige speziell sich immer wieder neu an der Bibel ausrichten muss. 
  4. Von der Vorrangstellung Jesu Christi – das heisst, dass die Person Jesus Christus mit seinem Wirken und seiner Lehre im Mittelpunkt unseres Glaubens steht. Er hat uns Zugang zu Gott verschafft und uns gezeigt, wie wir leben sollen.

Der KirchenĂĽbertritt geschieht in zwei Schritten:

1. Sie müssen zuerst bei Ihrer bisherigen Kirche den Austritt erklären und können dann in der anderen Kirche die Beitrittserklärung einreichen. Ein praktischer Tipp: Geben Sie beim Kirchenaustritt an, dass Sie die Konfession wechseln; dies erspart Ihnen in der Regel weitere Nachfragen.

2. Das weitere Verfahren ist dann wie beim Kircheneintritt.

Wer bereits im biblischen Sinn getauft ist, wird auch im Falle eines Konfessionswechsels nicht noch einmal getauft, da die Taufe von allen christlichen Konfessionen gegenseitig anerkannt ist.